Orgelfahrt ins Wallis vom Dienstag/Mittwoch 25./26. Juni 2019

Am Dienstagmorgen, den 25. Juni 2019 - er hätte nicht schöner sein können - starteten die 41 Teilnehmenden voller Erwartung mit dem Bus von Gössi Carreisen in Richtung Grimselpass.

Die Kaffeepause auf dem Pass, die herrliche zum Teil noch unter Schnee und Eis liegende Landschaft sowie die gute Gesellschaft der Reisenden gab uns eine gute Perspektive für die nachfolgenden Aktivitäten.

Unsere erste Station, die Peterskirche in Münster im Obergoms, angenehm kühl bis kalt im Innern, bot uns Schutz vor der gleissenden Sonne. Sie überraschte mit einem wunderbaren Flügelaltar und einer Orgel von Christoph Aebi aus dem Jahr 1684. Unsere zwei Akteure Simon Hebeisen und Martin Heini teilten sich die Einführung in Kirchen- und Orgelbau und das Musikalische, ein Augen- und Ohrenschmaus.

Ein weiterer Halt wurde in der Waldkapelle in Visperterminen gemacht. Erreicht haben wir diese einzigartig gelegene Kapelle nach einer grandiosen Fahrt mit dem lokalen Postauto und mit etwas körperlicher Anstrengung. Die Orgel mit Baujahr 1619 ist unbekannten Ursprungs und älter als die Kirche.

Anschliessend galt unsere Aufmerksamkeit der Orgel in der Riti-Kapelle in Eyholz.

Das von Franz Josef Carlen um ca.1830 gebaute und durch Orgelbau Goll Luzern im Jahr 1979 restaurierte Instrument wurde von unseren zwei Fachspezialisten bestens in Szene gesetzt und begeisterte optisch und musikalisch.

Nach einem feinen Nachtessen und Übernachtung in Visp waren wir am Mittwochmorgen wieder fit und aufnahmefähig für die Erklärungen zur Dreifaltigkeitskirche. Die Firma Orgelbau Goll Luzern hat es hier meisterhaft verstanden 2011 ein modernes Instrument zu bauen, welches sich sehr harmonisch in den sakralen romanischen Kirchenbau einfügt. Die Kurzkonzerte auf dieser Orgel waren sehr wohltuend für unsere Ohren.

Sicher ein Höhepunkt unserer Orgelreise war die Schwalbennestorgel in der Basilika Valeria in Sion. Der Genuss dieser möglicherweise ältesten spielbaren Orgel der Welt (erbaut 1435) musste aber erst mit einer kleinen Bergtour bei Rekordhitze auf das Schloss verdient werden und hat uns allen einiges abverlangt.

Die Rückreise durch die Weingärten von Aigle und die Fahrt über den Col des Mosses in eine wunderschöne Abendstimmung hineinfahrend, wurde von den Teilnehmenden dieser Orgelfahrt sehr geschätzt.

Ein grosses Danke schön an unsere zwei Akteure, Simon Hebeisen (Orgelbau Goll Luzern) und Martin Heini (Kirchenmusiker Horw) für die fundierten Erklärungen zu Kirchen- und Orgelbaugeschichte und die wunderbare Orgelmusik.

Immer wieder ein Genuss mit dabei zu sein.