Konzerte in der Pfarrkirche St. Katharina Horw

 

Sonntag, 8. November 2020, 17.00 Uhr
„Mon orgue, c’est un orchestre“ - Orgelrezital mit Martin Heini

César Franck, der Begründer des französisch-symphonischen Orgelstils, verglich die Orgel mit einem Orchester. Entsprechend behandelte er sie satztechnisch und klanglich wie ein Symphonieorchester. Sein kurz vor seinem Tod vollendeter Choral E-Dur gilt als Meisterwerk und musikalisches Testament. Franck, dessen Einfluss bis weit ins 20. Jahrhundert reicht, prägte auch Maurice Duruflé entscheidend. In der Suite Op. 5 lotet dieser die technischen und klanglichen Möglichkeiten aus. Sie besticht durch magische Suggestionskraft und überbordende Virtuosität. Dazu bildet Clérambaults Suite du deuxième ton einen spannenden Kontrast. Sie entstand mehr als 200 Jahre früher, als die französische Orgelmusik zur Zeit des Sonnenkönigs Louis XIV. bereits eine erste Hochblüte erlebte.
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Sonntag, 13. Dezember 2020, 17.00 Uhr
Sei willkommen - Liturgische Vesper im Advent

Felix Mendelssohn zählt zweifellos zu den bedeutendsten Musikern der Romantik. Seine Oratorien und Kantaten gehören zum festen Repertoire der geistlichen Vokalmusik. In der Arie «Sei willkommen, du edler Gast» aus seiner Weihnachtskantate «Vom Himmel hoch» kündet er das Wunder der Menschwerdung Christi an. Maria C. Schmid eröffnet damit die Vesper am Gaudetesonntag, dem traditionell von der Vorfreude auf Weihnachten geprägten dritten Adventssonntag. Die bekannte Luzerner Sopranistin interpretiert zusammen mit Martin Heini, Orgel, weitere Arien des deutschen Komponisten. Mit ihrer warmen Stimme lässt sie diese raumfüllende Musik erblühen und lädt uns zum vorweihnächtlichen Innehalten und Feiern ein.
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Sonntag, 3. Januar 2021, 17.00 Uhr
Nel dolce dell'oblio - Kammermusik an Epiphanie

Immer wieder stellten Komponisten die Liebe ins Zentrum ihrer Werke und liessen sich von diesem für die Menschheit so zentralen Thema inspirieren. So schrieb beispielsweise Georg Friedrich Händel die betörende Kantate «Nel dolce dell’oblio» in der Besetzung für Sopran, Blockflöte und Basso Continuo. Im musikalischen Dialog mit Pius Strassmann (Blockflöte) interpretiert Sara Jäggi (Sopran) diese sowie Kantaten von Alessandro Scarlatti und Johann Christoph Pepusch. Begleitet werden sie von der Continuogruppe mit Daniel Rosin (Barockcello), David Linné (Laute) und Martin Heini (Orgel). Sonaten in unterschiedlichen Besetzungen aus dem zeitlichen und geographischen Umfeld sowie Improvisationen tragen zusätzlich zu diesem farbigen und beziehungsreichen Programm bei.
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Sonntag, 21. März 2021, 17.00 Uhr
Bach to the Future - Konzert mit Saxophon und Orgel

Wie klingt die Musik in Zukunft? Mag sein, dass auch Johann Sebastian Bach sich diese Frage stellte. Dies lässt jedenfalls sein grosses Interesse für die Innovationen im Instrumentenbau vermuten. So besass er beispielsweise bereits ein Hammerklavier, Jahre bevor es sich etablieren sollte. Bestimmt wäre Bach auch vom Saxophon begeistert gewesen, wäre es nicht erst 90 Jahre nach seinem Tod von Adolphe Sax erfunden worden. Dass es sich mit seinem warmen und modulationsfähigen Klang bestens für Bachs Musik eignet, beweist der Saxophonist Alain Dobler zusammen mit Martin Heini (Orgel). Die beiden interpretieren im Weiteren Musik bis in unsere Gegenwart von Robert Schumann, Astor Piazzolla u.a. – für Bach im wahrsten Sinn Zukunftsmusik!
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Sonntag, 2. Mai 2021, 18.30 Uhr
Ave Maria - Vokalmusik für die Maienkönigin

Zum Auftakt des Marienmonats Mai erweist das achtköpfige professionelle Frauenvokalensemble «Les Voc-à-Lises» der Muttergottes die Ehre. Ihr sind unzählige Vokalwerke gewidmet. Aus diesem reichen Schatz singt das Ensemble a-cappella-Werke von Verdi, Tschaikowsky und Kodaly sowie Werke von Saint-Saëns und Poulenc für Chor und Orgel (Martin Heini). Im Kontrast dazu stehen traditionelle bayerische Gesänge, die gerade mit ihrer volkstümlichen Einfachheit berühren. Verschiedene Vertonungen des Ave Maria von der einstimmigen Gregorianik bis zu Gustav Holsts hochromantischem achtstimmigen Satz bilden den roten Faden durch das vielschichtige Programm.
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Dienstag, 22. Juni 2021
Tausendundein Rohr -  Orgelfahrt nach Flawil und Winterthur

Die 1911 erbaute Goll-Orgel in Flawil zählt zu den letzten weitgehend unveränderten Orgeln aus der pneumatischen Ära und ist ein Kulturobjekt von nationaler Bedeutung. Unzählige Bleirohre mit einer Gesamtlänge von mehreren Kilometern stellen die Verbindung her zwischen den Tasten und den 2375 Pfeifen. Ebenso eindrücklich ist der Orgelprospekt: Die exotisch bemalten Pfeifen lassen den Betrachter in eine geheimnisvolle Märchenwelt eintauchen. Die Reise mit Simon Hebeisen und Martin Heini geht weiter nach Winterthur. Auch die 1888 erbaute Walckerorgel der Stadtkirche zählt zu den bedeutendsten romantischen Denkmalorgeln. Die 2015 eingeweihte Goll-Orgel der Kirche St. Urban ist ein weiteres Highlight der Winterthurer Orgellandschaft. Neben ihren klanglichen und technischen Vorzügen besticht sie durch die gestalterische Einbindung in den Kirchenraum.