Musik für Blockflöten und Continuo mit dem Catharina Consort Horw
«Da blühte das Holz im Winter kalt» Sonntag, 2. Januar 2022, 17.00 Pfarrkirche St. Katharina Horw

Das Konzert zur „Abendmusik zum Jahreswechsel und zum Dreikönigstag mit Musik aus Deutschland und Italien, dem Land der Sehnsucht“, konnte dank 2G glücklicherweise mit Publikum durchgeführt werden. Für Viele gehört dieser Konzertabend alle Jahre wieder zum Abschluss der Weihnachtsfeierlichkeiten. Die geschmackvoll in warmen Farben geschmückte Kirche, dazu mit Kerzenlicht, bot einen stimmungsvollen Rahmen für die „Alte Musik“.

Das Catharina Consort, seit über 20 Jahren unter der organisatorischen Leitung von Martin Heini und Pius Strassmann und mit Thomas Goetschel an der Gambe, konnte Teun Braken für das Cembalo gewinnen. Zwei junge Gastsolisten, Laura Schmid und Thomas Trijesschin ergänzten das Consort mit Blockflöten.

Zu Beginn des Konzertes richtete Pius Strassmann das Wort an die Zuhörer und gab seiner Freude Ausdruck über die kommende Aufführung. Besonders bedankte er sich bei Martin Heini für dessen Zuverlässigkeit und Inspiration vor und hinter der Bühne und dem Vorstand für die Arbeit. Der Titel des Konzertes entstammt einem alten Text aus dem 11. Jahrhundert und erinnert an das Lied „Maria durch ein Dornwald ging“.  Pius Strassmann ermunterte das Publikum, sich auf die Musik einzulassen und mystische Momente nicht durch Applaus zu unterbrechen. Er wünschte uns, dass es allen warm wird ums Herz.

Barockmusik hat den Anspruch, Gefühle zu wecken – diesen erfüllte das abwechslungsreiche Konzert voll und ganz. In unterschiedlichen Besetzungen spielte sich das Catharina Consort in die Herzen der Zuhörer. Die Holzinstrumente  trugen mit ihren vielfältigen warmen Klängen sehr dazu bei. Es war ein Zwiegespräch zwischen den Musikern, die sich ohne Worte mit Blickkontakt verständigten und sich beim Konzertieren gefunden hatten.

Die Flöten bestritten dabei den Hauptteil des Konzertes. Musizieren ist auch Körperarbeit, dies wurde besonders bei den Flötenspielern sichtbar. Neben tiefem Atem ist auch ein guter Bodenkontakt notwendig. Das Zusammenspiel von Körper und Instrument war faszinierend zu beobachten. Da gab es neben dem Ohrenschmaus auch etwas fürs Auge.

Aber auch Gambe, Cembalo und Truhenorgel kamen zum Zug mit solistischen Einlagen. Dies verschaffte den Zuhörern weitere Momente der Ruhe. Dazu trugen auch die drei Improvisationen von Flöte und Gambe bei, die tief aus dem hintern Chorraum erklangen, wie von Ferne aus dem Tannenwald. Diese verschiedenen Besetzungen machten das Konzert sehr abwechslungsreich und farbig. Die Freude über das gelungene Konzert war den Künstlern wie den Konzertbesuchenden anzusehen.

Pius Strassmann bedankte sich für den freundlichen und warmen Applaus und das Consort gab eine passende Zugabe „Ballett der Tugend“.  Es folgte der Rat das Neue Jahr ab und zu verspielt oder sogar etwas ausgeflippt anzugehen….Ein Tipp: die Konzertstücke nochmals anhören? Die Künstler verkauften auch CDs oder sind auf  YouTube präsent.

Text und Foto: Christina Kleeb