Vorhang auf für Henry Purcell - ein Rundgang mit Guide, Sopran, Tenor, Flöte, Violoncello und Orgel am 17. März 2019

Was für ein Vergnügen, dieser musikalische Rundgang an diesem regnerischen Märzabend. Alle die sich aus der gemütlichen Stube wagten, und es waren viele, erlebten einen bewegten und bewegenden Sonntagabend.

Der Guide im feinen Rock führte die Konzertbesucher in die Welt Henry Purcells ein, wie könnte ein Tag im Leben dieses begnadeten Komponisten ausgesehen haben?

Ein Weckruf, «Trumpet Tune Air», mit Flöte Orgel und Cello, ein gern gespieltes Stück an Hoch-zeiten. Am Vormittag eine «Ode for the Birthday of Queen Mary», zum Lunch Instrumentalmusik, «Bell» oder «Air», zum Schäferstündchen am Nachmittag die Liebesduette «My dearest, may fairest» und «Sweeter than roses». Abends in die Oper zu «King Arthur», zu Bett gehen mit «Now, now that the sun hath veil’d his light» oder dem kecken Song «Man is for the woman made».

Erstaunlich, welche Vielfalt in Purcells Kompositionen steckt, geschaffen in 36 Lebensjahren. Andere hätten für ein solches Werk zwei Leben gebraucht, Musik war seine Leidenschaft. Noch viel andre Details aus Purcells Leben erfuhren wir durch den Guide. Das Textblatt war ebenfalls eine grosse Hilfe.

Ergreifend, wie das Ehepaar Burgener die Lieder gesanglich interpretierte, beide auch mit dar-stellerischen Fähigkeiten gesegnet. Elisabeth Burgener als versierte Flötistin und Jürg Eichen-berger am Cello spielten einfühlsam, Martin Heini gewohnt souverän an Orgel und Akkordeon.

Ohren und Augen waren beschäftigt, Empore, Chorgestühl, Chorraum und Requisiten wurden in die Interpretationen einbezogen. Den grossen Applaus am Schluss verdienten sich die Künstler vollends. Der Guide Markus Diebold sowie der Lichttechniker Christoph Ammann trugen eben-falls zum Gelingen des eindrücklichen Abends bei.

Wie eine begeisterte Konzertbesucherin mailte: «Eine grosse Freude: Künstler voller Kreativität und Leidenschaft für berührende Botschaften – über Wort und Musik! Ein grosses Dankeschön!»