Frühbarocke Kammermusik vom Feinsten

Musik zum Vernaschen – Konzert vom 26. März 2017

Zu Beginn des Konzertes las Pius Strassmann ein Gedicht über die Liebe vor und leitete gekonnt zum Inhalt des Konzertes weiter.
22 kurze, frühbarocke Stücke wurden in fünf Gruppen aufgeteilt und zu einem neuen musikalischen Werk zusammengefügt. Im Zentrum jeder Gruppe stand ein Duett Monteverdis, ein musikalisches Gespräch über die Liebe.

Anmutig interpretierten Sara Jäggi (Sopran) und die Musiker den ersten Teil, und erfrischend herzlich das musikalische Geplauder im nächsten.
Darauf entwickelte sich ein stimmungsvolles Musizieren zwischen Flöte (Pius Strassmann) und Truhenorgel (Martin Heini), das später ergänzt wurde durch Laute, (Julian Behr) Viola da Gamba und Gesang.
Thomas Goetschel improvisierte mit seiner Pardessus de viole über das Thema „Baci cari“, was Sopran und Flöte im neckischen Duett fortsetzten.
Im letzten Teil spielten die Musiker in heiterer Manier, und zu „Division on a Ground“ sang Sara Jäggi eine wunderbare Background Melodie.
Mit spontanen Improvisationen verstanden es die Musiker die verschiedenen Stücke perfekt zu verbinden, es entstand ein neues, wunderbares Werk.
Das Katharina Consort (so nennen sich die Musiker seit diesem Konzert) erhielten einen langen, herzlichen Applaus von den vielen Besucher/innen, was wiederum mit einer Zugabe verdankt wurde.
Vom Ensemble begleitet besang die Sopranistin mit ihrer fabelhaften Stimme ein weiterer Teil der Liebe.
„in den Strömen Babylons“ aus dem Psalm 137 erklang es schmerzlich, klagend.
Und so endete das Konzert mit einem sehnsuchtsvollen Seufzer der so liebevoll erklang, dass dieser wie ein süsses Konfekt zerschmolz.