Wir ziehen alle Register - Festival vom 5./6. November 2016

Am 20-jährigen Jubiläum der Goll-Orgel feierten Klein und Gross den runden Geburtstag an einem grandiosen Festival. Über 100 Mitwirkende und ein Vielfaches an Besuchern genossen den Event.
Als Erstes nahmen die Kleinen mit ihren Begleitern Platz auf der Empore, wo die Zottelbärin Baba am Schnarchen war. Lauthals mussten die Kinder zuerst einmal nach Bubu rufen, bis dieser endlich auf die Empore kam um Baba zu wecken.


Bubu kann zwar nicht sprechen, dafür spielt er wunderbar Orgel. Baba sang und erklärte die Orgel, doch bald gab es Streit um die Schnecken, die in einer Orgelpfeife steckengeblieben waren. Erst der Orgeldrache Chili, den sie zu Rate gezogen hatten, konnte die beiden Streithälse wieder zur Vernunft bringen. Auf heitere und witzige Art gelang es den beiden Bären, den Kindern die Orgel näher zu bringen: Was ist ein Register? Wie viele Pfeifen hat sie und wie klingen die Töne, die man mit den Füssen spielt? Alle waren begeistert von dieser spielerischen Orgelführung.

Das „Wunderwerk Orgel“ erklärte Martin Heini sehr lebendig und professionell. Er ging dabei spontan auf die Besucher ein und man konnte seine Begeisterung für das Instrument spüren. Anhand von kurzen Konzertbeispielen illustrierte er seine Erläuterungen. Die Gelegenheit, dieses fantastische Instrument erklärt zu bekommen, gar einen Blick ins Innere mit den Tausenden von Orgelpfeifen werfen zu können, fand grossen Anklang, die Empore war zum Bersten voll.

Im Konzert „Playstation“ betraten junge Talente der Musikschule Horw, sowie der Jugendchor Nah Fala die Bühne. Unter der Gesamtleitung von Mario Schubiger wurde auf der Empore, im Mittelgang und im Chorraum musiziert. Verschiedene Ensembles und Solist/innen traten in einen Dialog mit der Orgel. Mehrere Klavierschüler/innen stellten ihr Können als Orgelsolisten eindrücklich unter Beweis. Es war eine beschwingte, bunte Mischung verschiedenster Stilrichtungen, die mit viel Begeisterung und Freude vorgetragen wurde. Zum Abschluss und Höhepunkt vereinten sich die über 100 Mitwirkenden zum fulminanten Schlussbukett, dem bekannten Canon von Pachelbel.

Monika Henking spielte zum Jubiläumskonzert ein attraktives Konzert, bei dem sie die Fülle der Orgel ausnutzte. Mit barocken und zeitgenössischen Werken bewies sie ihr grosses Können, spielte erstklassig und begeisterte so das Publikum.
Im Orgelbistro traf man/frau sich zu Apéro, Snacks oder Kuchen für einen Schwatz und zur Stärkung.

Zu später Stunde war grosses Kino angesagt: Zum Stummfilmklassiker „Das Kabinett des Dr. Caligari“ improvisierte Tobias Willi live an der Orgel. Er spielte mit viel Witz und Geschick und gab dem Film das gewisse Etwas, das die Zuschauer/innen immer wieder zum Schmunzeln oder zu einem wohligen Erschauern brachte.

Im Festgottesdienst am Sonntagmorgen kam dann auch die neue Truhenorgel prominent zum Einsatz. In George Böhms Partita „Freu dich sehr, oh meine Seele“ wechselten sich Haupt- und Truhenorgel ab. Bei der abschliessenden Variation sang der Chor nach alter Tradition die Choralmelodie „in die Orgel“ und übernahm die Funktion eines weiteren Registers.

Vielen Dank allen über 100 Mitwirkenden und Helfern! Es war ein unvergesslicher Event.